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Akku-Analyse mit Künstlicher Intelligenz

Das amerikanische Startup Voltaiq weiß, was Batterien fehlt. Es hat eine Analyseplattform entwickelt, die Fehler frühzeitig erkennt. Das spart unter anderem Rückrufe. 

Eine Reichweite von 160.000 Kilometern oder acht Jahre Garantie auf die Batterie im Pkw ist das derzeit gängige Versprechen, das Fahrzeugbauer zu leisten bereit sind. Längst ist dabei bekannt, dass keine Batterie der andern gleicht. Dem geht das amerikanische Startup Voltaiq auf den Grund.

Das in Berkeley, Kalifornien, ansässige Unternehmen für Softwarelösungen hat eine Plattform entwickelt, die Berge von Daten aus dem Batterietestlabor, der Produktionslinie und den Batterieeinheiten im Feldeinsatz sammelt. Die technischen Lösungen von Voltaiq ermöglichen es Batterieherstellern und -anwendern, schnell und genau festzustellen, wo und wann ein Problem im Lebenszyklus einer Batterie auftritt, so dass es schnell behoben und der Umfang von Rückrufaktionen begrenzt werden kann.

„Batterien kann man nicht einfach an- und ausschalten wie eine Lampe“, sagt Tal Sholklapper, CEO und Mitgründer von Voltaiq. Die Energiespeicher seien einzigartig, keine Batterie gleiche der andern zu hundert Prozent, erklärt er. Vielmehr unterscheiden sich die Akkus von einem Moment zum andern. Ihre Leistungsfähigkeit wird davon beeinflusst, wie sie eingebettet sind. Sie reagieren auf Stress und Druck, sind empfindlich und flüchtig. Ihre Performanz und Sicherheit zu steigern, ihre „Gesundheit“ zu beurteilen und ihre Lebensdauer zu verlängern, darum geht es Voltaiq. Die sogenannte EBI-Plattform (Enterprise Battery Intelligence) bietet hierzu eine Analyselösung mit Künstlicher Intelligenz. Automatisch sammelt sie Daten und wertet diese aus, um Erkenntnisse über das Echtzeitverhalten zu gewinnen. Die Plattform identifiziert Fehlfunktionen und bietet einen detaillierten Ausblick auf die zukünftige Leistung.

Eine kluge, energieeffiziente Batterie mit langer Lebensdauer ist das A und O bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV). Hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen glaubt man bei Voltaiq. Zu den deutschen Kunden des Unternehmens gehört unter anderen Daimler.

Susanne Roeder/SP-X

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