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Der Umweltbonus wirkt, reicht aber nicht aus

Wie es mit der E-Autoprämie nach dem Jahresende weiter geht, ist noch nicht komplett geklärt. Eine neue Studie attestiert ihr nun zumindest Wirksamkeit.

Die Kaufprämie hat nach Berechnungen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bei der Verbreitung des Elektroautos geholfen. Die Forscher haben saisonale und konjunkturelle Effekte aus den Zulassungszahlen herausgerechnet und konnten so nach eigenen Angaben nachweisen, dass dies auf die Kaufprämien zurückzuführen sei. Waren vor Einführung des sogenannten Umweltbonus nur 2 Prozent aller neu zugelassenen Pkw elektrisch, waren es im Herbst 2021 bereits mehr als ein Fünftel. Für ihre Analyse haben die Forscher 60 Elektroautomodelle und fast 290 Verbrennermodelle unter die Lupe genommen. Pkw mit Hybridantrieb waren nicht Teil der Analyse.

Um das Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 zu erreichen reicht die Prämie nach Ansicht der Forscher jedoch nicht aus. So müssten außerdem umweltschädliche Subventionen abgebaut werden, die Schadstoffgrenzwerte für Flotten gesenkt und Sprit langfristig mit einem höheren CO2-Preis belegt werden. 

Aktuell können Käufer eines E-Autos mit bis zu 9.570 Euro Brutto-Zuschuss rechnen. Ende des Jahres läuft ein Teil der Förderung jedoch aus. Unklar ist auch, wie es mit dem Bonus für Plug-in-Hybride weiter geht. Dazu kommt das Problem der langen Lieferzeiten: Weil die Prämie erst bei der Zulassung beantragt werden kann, droht viele Autokäufer eine verminderte Auszahlung, wenn das Auto erst 2023 geliefert wird.

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