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Neuer Akku für die längere Strecke

Langstreckenfahrten sind mit dem Kleinwagen eGO Life kaum möglich. Ein neues Akku-Wechsel-Konzept soll das nun zumindest ein wenig ändern.

Wechseln statt laden: Elektroauto-Hersteller eGo hat seine ersten beiden Akku-Tauschstation in Betrieb genommen. Am Werksstandort Aachen sowie im nahen Zülpich können Kunden nun ihre leere durch eine volle Batterie ersetzen lassen. Weitere der „ePit“ genannten Stationen sollen in Düsseldorf und Hamburg entstehen.

Der Austausch der Energiespeicher soll rund eine Stunde dauern und ist damit um ein Vielfaches schneller als das Laden an Wallbox oder Steckdose. Perspektivisch will eGo die nötige Zeit halbieren. Kunden haben ein jährliches Wechsel-Kontingent, in dessen Rahmen der Tausch kostenlos ist. Sie bleiben zudem Eigentümer der Originalbatterie, die sie binnen eines Monats an der Wechselstation abholen können. Das Angebot ist beispielsweise für Fahrer des Kleinwagens eGo Life gedacht, die weiter als die pro Akkuladung möglichen 125 Kilometer fahren wollen.

Neben eGo setzen auch andere Hersteller auf Akku-Wechselstationen. In großem Stil macht das vor allem die chinesische Marke Nio auf ihrem Heimatmarkt. Anfang des Jahrtausends hatten Renault und das israelische Unternehmen Better Place ebenfalls an Wechsel-Akkus gearbeitet, die Idee aber bald aus Kostengründen zu den Akten gelegt.

Holger Holzer/SP-X

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